Schwärmen vom Schloss Wilhelmsthal
Die Menschen, die in unsere Einrichtung kommen haben doch immer Freizeit, oder? Arbeitslos, zu fast nichts verpflichtet… Stimmt natürlich nicht und wir merken deutlich, dass die Meisten, die in die Tagesaufenthaltsstätte Panama kommen, sozial isoliert leben und mit ihrer Zeit nichts anzufangen wissen. Es fehlt an Kraft, Ideen, Geld und vor allem an Freunden und Familie, mit denen Unternehmungen oft erst Spaß machen.
WAS
30.10.2009
Wir bieten freizeitpädagogische Ausflüge an um an Ressourcen anzuknüpfen, außerdem können soziale, kulturelle, kreative und kommunikative Handlungskompetenzen (wieder) erlernt werden.
Viele Bedürfnisse des Menschen, die in den Bereichen des meist schwierigen Alltags oft nicht befriedigt werden können, finden gerade in einer begleitenden Freizeit Erfüllung. Dies sind z.B. Erholung, Wohlbefinden, Ablenkung und Vergnügen, Ruhe, Muße, Selbsterfahrung und Selbstbesinnung, Mitteilung, Kontakt und Geselligkeit; Engagement und Mitbestimmung, Zusammensein, Gemeinschaftsbezug und Gruppenbildung und Betätigung und nicht zuletzt Teilnahme am kulturellen Leben.
Der Ausflug
Eine Tasse Kaffee, tolles Wetter und gute Stimmung … So begann Anfang September unser Ausflug. Mit vier Panama-Besuchern fuhren wir am Bergpark Wilhelmshöhe vorbei in Richtung Calden, wo das Schloss Wilhelmsthal zwischen 1743 und 1761 vom hessischen Landgrafen Wilhelm VIII. als Sommerresidenz errichtet wurde. Um mehr über dessen geschichtlichen Hintergrund zu erfahren, nahmen wir gleich zu Beginn an einer Schlossführung teil.
Wir hatten das Glück, dass unserem kleinen Trüppchen eigens eine Schlossführerin zur Seite gestellt wurde, die damit ganz auf unsere Fragen und Belange eingehen konnte. An Ahnengalerie (und Schönheitsgalerie), drei Schlafgemächern, Bedienstetenzimmern und dem repräsentativen Speise- und Tanzsaal vorbei kamen wir am Ende in der Küche. Insbesondere der Charme der kostbaren Innenausstattung begeisterte uns.
Nach der Führung durch das Gesamtkunstwerk Schloss und Gartenanlage suchten wir uns ein schönes Plätzchen, um unseren mitgebrachten Proviant zu verzehren und das tolle Wetter zu genießen. Dabei hatten wir eine fantastische Aussicht auf den kleeblattförmig angelegten Teich und das dahinter liegende Schloss.
Abschließend machten wir einen Spaziergang durch den Park, um die Grotte zu besichtigen, die in einem lang gestreckten Flügel der Südachse angelegt ist. Leider waren die Wasserspiele stillgelegt und auch nur ein Teil der Putten lächelten uns blattgoldverziert an. Insgesamt war es ein sehr kurzweiliger Ausflug, der alle begeisterte und uns noch im Nachhinein schwärmen lässt.
ink
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